NAK Eberswalde | Gedanken zum Erntedanktag

Erntedank

Tradition

Das Erntedankfest besitzt eine lange Tradition in der Menschheit. Schon das Volk Israel dankte Gott in mehreren jährlichen Festen für die eingebrachte Ernte. Das Wochen- und Laubhüttenfest sind die beiden bekanntesten Erntefeste die uns die Bibel überliefert.

Im Christentum wird das Erntedankfest wohl schon seit dem 3. Jahrhundert gefeiert. Heutzutage befindet es sich im Kirchenkalender am Sonntag nach dem Michaelistag. Also am Sonntag , den 4. Oktober. Traditionell schmücken Gaben, meist bestehend aus Feldfrüchten und Getreide, die Kirchen.

Bedeutung

An diesem Tag danken wir Gott besonders für die uns ernährenden Gaben seiner Schöpfung. Unser tägliches Brot, welches wir uns erarbeiten, kommt von Gott. Darum gebührt ihm der Dank dafür. Als Christen, die wir das Gebot der Nächstenliebe erfüllen, gedenken wir auch derer die Hunger leiden müssen. Wo es uns möglich ist, wollen wir auch von unserem Überfluss abgeben, dass auch andere in den Genuss der Gaben der göttlichen Schöpfung kommen können.

Nahrung, die Grundlage des irdischen Lebens

Der Apostel Paulus erwähnt in seinen zweiten Brief an die Korinther beiläufig, dass Gott derjenige ist, der den Sämann den Samen und damit das Brot zur Speise gibt (2. Korinther 9,10). Das war eine feststehende Tatsache unter den ersten Christen. Heute ist diese Erkenntnis unter den Menschen seltener geworden. Gott hat also die Lebensgrundlage für den Menschen geschaffen. Er ist auch Herr über diesen Teil der Schöpfung. Als die Witwe zu Zarpat Elia gespeist hatte, wurden das Mehl im Topf und das Öl im Krug während der ganzen Dürrezeit nicht verzehrt (1.Könige 17,16). Ein göttliches Wunder.

Sorgt Gott aber für alle Menschen?

Nach der Sintflut sagte Gott zu Noah: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte…“ (1.Mose 8, 22)*. Einige stellen sich heute Fragen: Reicht diese Ernte für die ganze Menschheit? Warum hungert dann jeder sechste Mensch auf Erden? Reicht die Ernte nicht aus?

Laut einem UNO-Bericht1 kann die Erde 12 Milliarden Menschen ernähren. Andere Berechnungen ergaben, dass jedem Menschen 2,13 kg an Hauptnahrungsmitteln jeden Tag zu Verfügung stehen2, wenn sie gleichmäßig verteilt werden würden. Gott lässt durch den Propheten Jesaja sagen: „Brich dem hungrigen dein Brot, und die Elenden ohne Obdach führe ins Haus!“ ¼ der Weltbevölkerung wohnt in den so genannten Industrienationen. Diese beanspruchen aber ¾ der Nahrungsmittel. Dazu passt ein Zitat von Martin Luther King: „Wir haben gelernt, wie Vögel zu fliegen, wie Fische zu schwimmen, doch wir haben die einfache Kunst verlernt, wie Brüder zu leben.“

Das viele Menschen an den folgen von Unterernährung sterben zeigt, dass nichts so notwendig zur Erhaltung des Leibes ist wie Brot und Wasser. Wo wir solche irdische Not sehen wollen wir doch nicht achtlos vorübergehen. Erntedank hat für uns Christen noch mehr zu sagen.

Das Brot, das vom Himmel kommt

Als Jesus während seines Fastens in der Wüste versucht wurde, antwortete er dem Teufel: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort das aus dem Munde Gottes geht.“ (Matthäus 4, 4). Der Sohn Gottes selbst sagt, dass für das irdische Leben die Nahrung die wir täglich zu uns nehmen nicht ersetzbar ist. Doch der menschliche Körper der durch die Nahrung erhalten wird ist vergänglich. Jesus sagt, man braucht zum Leben auch das Wort Gottes. Er sagt selbst von sich: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.“ (Johannes 6,51). Das heißt nicht nur an Jesus als Gottes Sohn zu glauben, sondern auch von seinem Leib und Blut „genießen“. Denn durch sein Opfer haben wir Vergebung unserer Sünden. Auch sollen wir das Abendmahl des Herrn mit Brot und Wein zu seinem Gedächtnis feiern (1. Korinther 11, 23-25). „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1. Korinther 11, 26). Das ist der Auftrag den wir auch heute – gleich den ersten Christen zu Jerusalem – erfüllen wollen. Beständig sein im Brotbrechen (Apostelgeschichte 2, 42). Paulus stellt den Korinthern die rhetorische Frage: „Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?“ (1. Korinther 10, 16). Bei diesem Leib ist Christus das Haupt. Die Glieder sind die Gläubigen die verschiedene Aufgaben haben und sich dienen (Römer 12,5). Wollen wir durch unser Handeln in der Gemeinde dieses Bild Realität werden lassen. Christus ist das Haupt, wir alle sind die Glieder.

1 – http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8109698.stm

2 – http://www.gnadenquelle.de/ernährung.htm

aus einer Statistik der FAO (Food and Agricultural Organization of the United States)
  • – alle Bibelstellen sind der Ausgabe der Lutherbibel 1984 entnommen

MS

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