Ökumenischer Gottesdienst zum Reformationstag

Von Simon Settke

500 Jahre Reformation: Die Glocken der Maria-Magdalenen-Kirche läuten wie immer, wenn sie zum Gottesdienst rufen. Und doch war an diesem Feiertag etwas anders: „So gut ist ein Gottesdienst wohl nur an Weihnachten besucht“, stellt eine Gottesdienstteilnehmerin fest. Protestantische, katholische, freikirchliche und neuapostolische Christen und Geistliche feiern gemeinsam Gottesdienst. Auch in der Musik vereinen sich verschiedene Konfessionen: Neben dem evangelischen Bläserchor unter der Leitung von Markus Settke aus der Neuapostolischen Kirche, musiziert ein ökumenischer Projektchor mit dem Dirigenten Siegfried Ruch aus der Evangelischen Kirche im Gottesdienst.

Die kirchliche Feier wurde historisch nach der Deutschen Messe (eine Gottesdienstordnung) von Dr. Martin Luther aus dem Jahr 1526 durchgeführt. Superintendent Pfarrer Brust aus Biesenthal gab den Anwesenden eine Aufgabe mit: Christen sollen eine Stimme in der Welt sein, so der Vorsitzende des Leitungskollegiums des Kirchenkreises Barnim.

weitere Stichpunkte zum Inhalt der Predigt:

- zum Reformationsfest gehört natürlich auch der Schmerz über die noch
bestehende Trennung der christlichen Kirchen

- wir betonen jedoch nicht das Trennende, sondern feiern zusammen ein
Christusfest

- das “allein auf Christus” und die darin liegende Gnade hat Martin
Luther für uns alle wieder entdeckt

- vor Gott müssen wir also zunächst nichts leisten, gerechtfertigt stehen
wir vor ihm, allein wenn wir auf ihn vertrauen

- in Zeiten von Leistungsdruck und Versagensängsten bedeutet diese
Erkenntnis eine große Befreiung

- ALLE Menschen leben aus dem Geschenk der Gnade, diese Einsicht schafft
ein Miteinander ohne gegenseitige Überforderung

- solche Freiheit gibt die Möglichkeit und den Mut, sich gegen
Angstmacherei, Ausgrenzung und Hass einzusetzen

- in dieser Sichtweise ist die Reformation nicht nur ein geistliches,
sondern ein gesamtgesellschaftliches Ereignis

Pfarrer Hanns-Peter Giering freut sich nach dem Gottesdienst über die große Teilnehmerzahl – gut 300 Teilnehmer schätzt er. Auch mit den Tagen zum Jubiläum sei er zufrieden: Man könne den Leuten es nicht übel nehmen, die Angebote während des Sturms Herwart nicht angenommen zu haben, sagt er. „Trotz der vermutlich geringeren Teilnehmerzahl, mussten wir keine Veranstaltungen absagen“, resümiert er. Die Festtage schlossen mit dem Reformationsliedersingen auf dem Martkplatz ab.

 
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Fotos: Simon Settke

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