Die Vorahnung

Die Vorahnung ist nicht nur ein US-amerikanischer Thriller des Regisseurs Mennan Yapo aus dem Jahr 2007, sondern auch öfter Realität. In dem Film träumt Linda vom Tod ihres Mannes und kann ihn nicht abwenden. Manches Schicksal lässt sich nicht abwenden. Als Mensch kann man zu Gott beten, ihn um Hilfe und Schutz bitten.

Seit Jahren überlege ich, ob ich das Erlebnis aufschreibe und veröffentliche. Meine Geschwister und ich sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Da wir seit 10 Jahren zweimal im Jahr Geburtstag haben, fasse ich Mut und will von Gottes Wunder im Jahr 2001 rühmen:

Meine Familie ist musikalisch, wir lernen mehrere Instrumente und sind in mehreren Chören der Neuapostolischen Kirche aktiv. Meine Geschwister und ich sind konfirmiert und dürfen deshalb im Bezirkschor mitsingen.

20. September 2001 – ein normaler (Arbeits)-Tag mit kurzen Impulsen

Es ist Donnerstag. Der gewöhnliche Alltag. Meine Geschwister und ich gehen zur Schule, gehen bei unserer Oma Mittag essen und spielen danach Fußball in der Arbeitsgemeinschaft der Schule. Abends kommen wir nach Hause und machen uns fertig für den Bezirkschor.

Auch meine Eltern erleben einen gewöhnlichen Arbeitstag. Meine Mutter hat morgens auf der Arbeit schreckliche Gedanken: Heute Abend sind vier deiner Kinder tot. Sie denkt die Gedanken kommen nicht von Gott. Sie betet sofort zu Gott und kann diese Gedanken über den Tag verdrängen und erlebt einen gewöhnlichen Arbeitstag.

Mein Vater erlebt ebenso einen normalen Arbeitstag. Aber als er nach Hause kommt überkommt ihn ein ungutes Gefühl. Ohne sich umzuziehen, kniet sich sofort hin und betet für uns um Bewahrung. Ebenso ergeht es der Mutter der Jugendlichen, die mit uns auf dem Weg zum Bezirkschor ist. Auch sie betet am Morgen aus bisher unerklärlichen Gründen intensiv für uns.

Der Dienst für Gott kann auch schief gehen

Circa 19:00 Uhr werden wir abgeholt und fahren zur Übungsstunde in die nächste Stadt. Nach 10 Minuten Autofahrt stehen wir an einer Bahnschranke und bemerken unseren Dirigenten und weitere Jugendliche im Auto einige Autos hinter uns. Wir winken und hupen uns gegenseitig zu. Plötzlich habe ich ein mulmiges Gefühl. Irgendetwas wird schief laufen. Am liebsten würde ich aus dem Auto aussteigen. Die Möglichkeit besteht auch, da wir an den Schranken stehen und einen Zug passieren lassen müssen. Ob ich in diesem Moment zu Gott betete, weiß ich nicht mehr. Jedoch bleibe ich im Auto sitzen.

Wir setzten unsere Fahrt fort. 500 Meter weiter setzen wir zum Überholen an. Obwohl die Fahrerin in den Rückspiegel guckte, übersah sie ein Auto, das mehrere Autos hinter uns überholte und in den freien Raum zwischen den überholenden Autos verschwand. Wir fuhren 80 km/h, das andere Auto 120 – 140 km/h. Der BMW krachte in unser linkes Heck. Der Ford brach aus, schleuderte von einer Straßenseite zur anderen und rollte Meter weiter auf unserer Straßenseite aus…

Unser Dirigent, der einige Autos hinter uns fuhr, verständigte über sein Autotelefon die Polizei und unsere Eltern. Nach der Protokollierung fuhr er weiter und führte unter erschwerten Bedingungen die Bezirkschorprobe durch. Wenn er heute an dieser Stelle vorbei fährt, gehen die Gedanken ins Jahr 2001 zurück, in Verbindung mit Psalm 121, 7.8:

„Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele, der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“

Zufall – wir bezeichnen es als Wunder Gottes

Das erste Wunder ist, dass wir alle bei einer hohen Geschwindigkeit so gut wie unverletzt geblieben sind. Das zweite Wunder erkannten meine Familie und die unserer Glaubensschwester erst, als mein Vater und meine Mutter noch einmal zum Unfallort fuhren. Die Fahrspur unseres Autos verließ zwischen zwei Bäumen die Straße. Danach kamen wir wieder auf die Straße. Zwischen Fahrspur und zweitem Baum waren 12,5 cm Platz. Bei der Geschwindigkeit war es nicht möglich, kontrolliert zu reagieren. Dennoch tat die Fahrerin in Bruchteilen von Zehntel-Sekunden das Richtige. Eine andere Geschwindigkeit, ein anderer Aufprallwinkel oder eine andere Reaktion der Fahrerin hätte fatale Folgen haben können.

1,5 Wochen später nach dem Unfall ist unser Dirigent krank. Überraschend besucht die Gemeinde der damalige Bischof. Mein Bruder dirigiert den Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Als die 3. Strophe gesungen wird, herrscht eine ergreifende Stimmung in der Gemeinde:

_Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet!
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!_

Seit zehn Jahren bekommt jedes Kind von unseren Eltern an diesem Tag ein kleines Geschenk. Der Dank gilt Gott für die Inspiration, die unsere Eltern zum Gebet angeregt hat, aber auch für die Bewahrung.

Heute, 10 Jahre später, sehe ich es als eine neue Chance im Leben.

Danke Gott, dass du uns gnädig warst und wir bisher für dich mit Freuden arbeiten durften.

Die aktuellen Gottesdienstzeiten stehen auf dem Monatsplan:
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Neuapostolische Kirche
Gemeinde Eberswalde
Mertensstraße 4
16225 Eberswalde

Die Eberswalder Kirche
aus der Luft.

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