NAK Eberswalde | Es kommt etwas Besseres

Es kommt etwas Besseres

Wenn alles geklappt hätte, wie ich mir meine Zukunft vor einigen Jahren vorgestellt habe, hätte ich 2007 mein Abitur gemacht und danach studiert. Hier war jedoch der erste Tiefschlag und ich hatte keine Zulassung zum Abitur. Na gut dachte ich mir, du gehst keine 13 Jahre zur Schule, um dann kein Abi in der Tasche zu haben. Also wiederholte ich die 13te Klasse noch einmal. Nun bekam ich zwar meine Zulassung, hatte jedoch in der Prüfung selber zu schlechte Noten, so dass ich in die Nachprüfung musste. Diese verlief jedoch ähnlich wie die Klausur und ich schaffte das Abitur wieder nicht.

Was macht man nun?

Ich redete immer intensiver mit unserem himmlischen Vater und entschloss mich dann, ein Jahrespraktikum bei einer Firma im Nachbarort zu machen, weil man nach einem erfolgreichen Bestehen der 12. Klasse und einem Jahrespraktikum das Fachabitur erhält.

In der Firma wurden Motorsegelflugzeuge hergestellt, so dass ich einen Einblick in die Luftfahrtbranche bekam. Es war ein erster kleiner Erfolg, weil ich mich seit meiner Kindheit für Luftfahrt interessiere.

Parallel bewarb ich mich für Ausbildungsstellen in ganz Deutschland, um einen nahtlosen Übergang vom Praktikum zur Lehre zu haben.

Unter anderem ging auch eine Bewerbung an „O2Flotte* Technik“.

Jeden Tag bat ich um eine Lehrstelle. Aber wie es so ist, wenn der Wurm drin ist, bekam ich nur Absagen mit einer Ausnahme: „O2Flotte* Technik“.

Hier kam eine E-Mail, dass ich doch bitte nach Berlin kommen soll zu einem Einstellungstest.

Der Test verlief sehr positiv und ich wurde nach Hamburg zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Einige Wochen nach dem ich nun in Hamburg zum Gespräch bei „O2Flotte* Technik“ war, bekam ich einen Anruf aus Hamburg: „Wenn sie noch möchten, würden wir Ihnen gerne einen Ausbildungsvertrag anbieten.“

Ich war super glücklich, eine Lehrstelle bei O2Flotte* in der Wartung der Flugzeuge… mein Berufswunsch würde in Erfüllung gehen… die Gebete wurden erhört.

Eine Sicherheitsüberprüfung und ein Vorstellen beim Betriebsarzt von O2Flotte* waren nur noch Formalitäten, die es noch zu absolvieren galt.

Aufgrund der Diabetes meinte der Arzt zu mir, dass ich nicht in den kleinen Tanks der Flugzeuge arbeiten dürfte, da sonst in dem Falle, wenn mir was passieren sollte, sie die Tragfläche aufschneiden müssten. Nun gut, ich ging mit einem guten Gefühl wieder nach Hause. Bevor ich im Februar zum Arzt musste, hatte ich seit November den unterschriebenen Vertrag. Da ich bereits Mitte August anfangen sollte, hatte ich den Vertrag bei der Firma im Nachbarort gekündigt, da sich das Ende des Praktikums und der Anfang der Lehre um einige Wochen überschnitten hätten.

Ich dankte Gott immer wieder für meine „Fast-Traum-Lehrstelle“.

An einem Mittwoch im März, als die Post klingelte und mir ein Einschreiben von „O2Flotte Technik“ brachte. kam der Schlag mit dem Hammer:

„Wir treten vom Ausbildungsvertrag zurück.“

Die Diabetes und die damit verbundene Einschränkung nicht in den Tanks arbeiten zu können waren der Grund für den Rücktritt, der mir in einem Telefonat mitgeteilt wurde.

Ich war gelinde gesagt am Boden zerstört.

Am selbigen Abend war Gottesdienst und ich überlegte ernsthaft, ob ich überhaupt zur Kirche gehe.

Ich entschloss mich mitzufahren, aber sang nicht wie gewöhnlich im Chor mit.

An der Tür begrüßte mich mein Jugendleiter und ich erzählte ihm, was mir heute widerfahren sei.

Daraufhin meinte er, es sollte so sein und es kommt etwas Besseres.

Was Besseres? Zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich, was hätte noch besseres kommen sollen? Es wäre O2Flotte* gewesen, ein Weltunternehmen mit Zukunftschancen.

Ich setzte mich also auf die linke Seite. Das erste Lied was der Chor gesungen hatte war „Was Gott tut das ist wohl getan“.

Na toll dachte ich mir, das wird ein „richtig schöner“ Gottesdienst, den du mögen wirst. Alles wird dir genommen – die Lehrstelle und damit die Zukunft.

Nach dem Gottesdienst sprach mich dann mein Dirigent an, was mit mir los sei. Ich erzählte ihm die Story und er meinte dann nur, es soll so sein, und es kommt was Besseres.

Nachdem ich dann noch mit meinem Vorsteher gesprochen hatte und es dasselbe sagte wie die anderen zuvor, konnte ich es nicht mehr hören. Was soll denn bitte noch Besseres kommen?

Es war Mitte März, die meisten Fristen für Bewerbungen waren abgelaufen und in der Luftfahrt sowieso. Ich rang des Öfteren mit mir und der Kirche. Zum einen hatte ich einen festen Glauben – es wird sich schon was ändern, wenn ich nur wieder fest genug bete und glaube, schließlich hatte es ja schon einmal mehr oder weniger funktioniert. Zum anderen fragte ich mich immer öfter, was bringt dir bitte noch die Kirche, es hat alles nichts geholfen, du hast keine Lehrstelle und dadurch dass ich das Praktikum gekündigt hatte auch kein Fachabitur.

Nun gut, ich fing also noch einmal an Bewerbungen zu schreiben.

Ich suchte im Internet noch nach weiteren Adressen und kam auf die Seite der EADS, Offizieller Name der Firma, zu der Airbus Eurocopter gehört.

Hier sah ich, dass bei der Zweigstelle von Eurocopter, der zurzeit Weltführende Hersteller von Hubschraubern, in Kassel noch die Möglichkeit bestand, sich für einen Ausbildungsplatz zum Fluggerätelektroniker zu bewerben.

So schickte ich eine E-Mail mit meinen Unterlagen an die angegebene Adresse.

Einige Wochen später rief dann ein Herr von Eurocopter an und fragte mich, ob ich noch Interesse an der Lehrstelle hätte und ob mir bewusst sei, dass es bis nach Kassel 500km sind.

Nachdem ich beides bejahte, legte er mich weiter auf den Stapel der interessierten mit der Bemerkung sich alsbald wieder zu melden.

Es vergingen wieder ein paar Wochen, in dieser Zeit habe ich soviel gebetet wie selten. „Lieber Gott hilf mir doch, dass ich endlich meine Lehrstelle bekomme!“

Eines Tages fand ich dann in unserem Briefkasten einen Brief von Eurocopter, in dem ein Termin für ein Vorstellungsgespräch stand. Nun hatte ich also meine Möglichkeit, eine Lehrstelle zu bekommen. Da das Gespräch bereits am frühen Morgen stattfinden sollte, rief ich in Kassel meine Verwandtschaft an, und fragte, ob es möglich sei bei ihnen eine Nacht zu schlafen.

Das Vorstellungsgespräch verlief sehr gut und ich bekam einen Lehrvertrag angeboten, müsste aber vorher noch nach Donauwörth zum Betriebsarzt.

Nun wurde mir schon wieder bange, wollte ich doch nicht schon wieder durch den Diabetes eine Lehre verlieren. Ich schickte viele Gebete nach oben.

Anfang Juli klingelt wieder einmal unser Telefon. Eurocopter war am andern Ende der Leitung und man sagte mir, dass der Vertrag fertig sei und ich anfangen könnte. In drei Wochen ist der erste Arbeitstag!

Nach einem Telefonat mit dem Ältesten aus dem Bezirk, rief mich einige Tage später der Vorsteher aus Calden an. Nach einigen sehr netten Worten meinte er zu mir, dass einer der Priester von einem freien Zimmer in Calden wusste. Dieses möblierte Zimmer wurde passender Weise zum 1. August frei, genau zu dem Zeitpunkt, wo ich eine Wohngelegenheit benötigte und meine Arbeitsstelle ist gerade einmal 2 km entfernt.

Es wurden also alle Gebete erhört und ja es ist besser gekommen…

Eurocopter als Arbeitgeber ist mir persönlich sehr viel lieber, denn ich arbeite jeden Tag an Hubschraubern, was schon jahrelang mein Hobby ist. Auch unter den Mitarbeitern herrscht eine angenehme Atmosphäre und jeder Tag macht Spaß! Der Arbeitsvertrag gefällt mir auch besser.

Doch damit nicht genug, ein weiteres Gebet wurde vom lieben Gott erhört.

Bisher war mir bis zum 8. August nur ein Singleleben gegönnt. Nach kurzer Zeit hat es gefunkt.

Weder ich noch meine Freundin, waren auf der Suche nach einem Partner, doch man hat sich gefunden…

Ich und meine Freundin sind uns einig: das alles ist kein Zufall.

Es kam etwas Besseres! Da sind wir uns beide sicher! GOTT half in allen Lagen und zeigte mir Wege auf, wie es weiter ging.

O2Flotte Technik* – Name wurde geändert

Die aktuellen Gottesdienstzeiten stehen auf dem Monatsplan:
PDF-Dokument

Neuapostolische Kirche
Gemeinde Eberswalde
Mertensstraße 4
16225 Eberswalde

Die Eberswalder Kirche
aus der Luft.

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